| Stellenabbau bei Eurowings |
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| Mittwoch, 20 Januar 2010 12:56 | |
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Lufthansa dampft Eurowings-Flotte ein Hintergrund ist das Lufthansa-Gewinnsicherungsprogramm CLIMB 2011 und der schon länger bekannte Beschluss des Vorstands, alle verbliebenen fünfzigsitzigen Flugzeuge im Konzern auszuflotten. Neben den CRJ 200 sollen jedoch auch die beiden CRJ 700 die Eurowings-Flotte verlassen. Weiterer Hintergrund ist sicherlich auch die angedachte Fusion der Eurowings mit der Lufthansa Cityline, die nach hiesigem Kenntnisstand nach wie vor nicht vom Tisch ist. Insoweit ist zu befürchten, dass die Arbeitgeberseite im Hinblick auf eine solche Zusammenlegung und auf den Personalstand bei der Lufthansa Cityline versuchen wird, bei der Eurowings jetzt mehr Personal zu entlassen, als es ein vernünftiger Crewfaktor und der weitere Betrieb der verbleibenden 15 CRJ 900 erforderlich machen würden. Die UFO und die Personalvertretung Kabine werden im Rahmen der anstehenden Verhandlungen über die jetzt angekündigten Maßnahmen der Arbeitgeberseite eng zusammenarbeiten und insbesondere auch den zuletzt genannten Aspekt genau prüfen. Wie auch schon im Fall der ebenfalls von der Ausflottung der fünfzigsitzigen Flugzeuge betroffenen und sehr kostengünstig operierenden Contact Air zeigt sich wieder, dass eine Kostengünstigkeit im Betrieb oder im Vergleich geringere Gehälter den Bestand der Arbeitsplätze nicht sicherstellen können. Bei der Contact Air wurden den Kolleginnen und Kollegen die Kündigungen im Dezember 2009 quasi als Weihnachtsgeschenk bereits zugestellt. Dazu stellen insbesondere die reinen Personalkosten in der Kabine einen viel zu kleinen Hebel im Vergleich zu den sonstigen Betriebskosten eines Verkehrsflugzeugs dar, um entsprechende unternehmerische Entscheidungen wirklich zu beeinflussen. Die UFO wird daher dem Ansinnen der Lufthansa-Konzernführung nach weiteren Zugeständnissen der Kabine im Rahmen von CLIMB 2011 ohne jede konkrete und verbindlich vereinbarte Perspektive für die Mitarbeiter eine Abfuhr erteilen. Auch zeigt sich wie ebenfalls schon im Fall der Contact Air, dass sich der Lufthansakonzern als eigentlicher Verursacher der Entlassungen weiterhin weigert, seiner sozialen Verantwortung nachzukommen, und den betroffenen Kolleginnen und Kollegen eine berufliche Perspektive im Konzern zu eröffnen, nachdem er die betroffenen Regionalpartnergesellschaften und damit auch ihr Personal jahrelang im Rahmen eines Preiskampfes gegeneinander antreten lies. Joachim Müller |

